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Montag, 28. Dezember 2020

RAGE und die "Hidden galleries"

Einer der Höhepunkte im Jahr 2020 waren für mich die im Wald versteckten Hütten, die von einem unbekannten Künstler in Ateliers verwandelt, und mit streetart verschönert wurden. Die mediale Aufmerksamkeit war riesig, und wurde durch die beiden Ausstellungen des Künstlers "Rage" noch gesteigert (Wer meine Bilder der Hütten und der Ausstellungen noch nicht kennt findet diese hier). Ich habe mir nun noch drei weitere Arbeiten des Künstlers angesehen, und Anfang November auch nochmal die beiden Hütten besucht. Der Andrang war noch immer groß. In der bekannteren der beiden Hütten traf ich eine Gruppe von sechs Personen an. Die Einrichtung in dem Gebäude war noch komplett vollständig. Bei der kleineren und älteren Holzhütte traf ich eine Gruppe von drei Frauen an, welche sich die Arbeiten ansehen wollten. Der Boden der Holzhütte hat inzwischen sehr gelitten. Er ist an manchen Stellen morsch. Ein Betreten nicht mehr ganz ungefährlich, da ein Absturz in den darunter befindlichen Raum droht. Das Schild am Eingang befand sich bei meinem Besuch am Boden, und zwei der Mausefallen/Geldfallen fehlen nun. Eine davon hat es ja in die Ausstellungen geschafft, die zweite wurde möglicherweise entwendet. Kunst im öffentlichen Raum ist aber immer vergänglich, und ich bin froh das ich alles im Originalzustand sehen konnte. Ich bin nun gespannt was wir im kommenden Jahr von dem jungen Künstler alles zu sehen bekommen werden.

Sonntag, 30. August 2020

The hidden gallery

Auf die "hidden gallery" wurde ich durch die regionale Presse aufmerksam. Diese berichtete kürzlich von einem mysteriösen 11x11 Meter großen QR-code, welcher sehr akkurat in eine Wiese gegraben wurde, und den Betrachter abgescannt mit "hello world!" begrüßte. Nicht weniger geheimnisvoll auch eine unweit entfernte verlassene Hütte an einem Waldrand. Bereits von außen erregen zwei riesige aufgemalte Augen die Aufmerksamkeit des Besuchers. Das Innere der Hütte erinnert dann sehr an ein Atelier. Überall gerahmte Bilder, und Graffitis an den Wänden - und auch hier wieder QR-codes. Das Sprücherepertoire reicht hierbei von eher einfachen Aussagen wie "Ich mag Bier!"  über "Papa krieg ich ein iphone?" bis hin zu philosophischeren Sätzen wie "Mit dem Kopf durch die Wand in einer Welt ohne Türen" oder "Nur weil du weißt was eine Maschine produziert, weißt du nicht wie sie funktioniert". Manch Redakteur zieht bereits Vergleiche zu den britischen Künstlern Banksy oder JPS. Auch wenn das vielleicht übertrieben sein mag: Hier hat ein Künstler mit verschiedenen Stilen experimentiert, und einige schöne Arbeiten abgeliefert. Ich finde die QR-codes, einige Graffitis, und auch die Hütte als Gesamtkunstwerk wirklich klasse. Es gab dort viel zu entdecken, und ich hoffe dass man von dem/den Künstler(n) in naher Zukunft bald noch mehr sehen wird...