Sonntag, 7. März 2021

Die Apostelkirche

Üblicherweise sind es verlassene Orte bei denen ich den Standort nicht nenne, um diese vor Besuchern, Diebstahl und Vandalismus zu schützen. Nun ist es erstmals eine Kirche bei der ich genauso verfahre. Zwar finden hier regelmäßig Gottesdienste statt, und die Kirche ist tagsüber für Besucher geöffnet, doch ist die Einrichtung derart kostbar und einzigartig dass ich sie gerne schützen möchte. In diesem Gotteshaus fühlte ich mich wie in einem Museum, fast wie in die Zeit des 15. Jahrhunderts zurück versetzt: Der Hochaltar mit den vollplastischen Figuren, der linke Seitenaltar, das reich gestaltete Sakramentshaus, die vielen Holzschnitzarbeiten... Bei der Recherche stieß ich auf Namen wie Veit Stoß, Adam Kraft und Michael Wolgemut. Diese Kirche ist wahrlich ein Kleinod, strahlt eine wunderbare Atmosphäre aus, und ist mit Sicherheit eines der schönsten sakralen Bauwerke welches ich bislang besucht habe.      
 

Mittwoch, 3. März 2021

Die Kirchenburg St. Georg Effeltrich

Die Kirche St. Georg in Effeltrich geht im Kern auf die Zeit um 1300 zurück. In den folgenden Jahrhunderten fanden immer wieder Erweiterungen statt (Verlängerung und Erhöhung des Langhauses, Turmbau mit Erhöhungen und Spitzhelm). Die Ummauerung, und der Ausbau zur wehrhaften Kirchenburg erfolgte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, nachdem der Ort zum zweiten Mal von Nürnberger Truppen geplündert wurde. Die Kirche ist komplett von einer etwa 200 Meter langen Mauer umgeben. Der Torbau verfügt noch über einen Wehrgang. Im Bering befinden sich drei runde Ecktürme mit Kegeldach, sowie ein quadratischer Turm mit Zeltdach. Sehenswert ist auch die Ölbergkapelle aus der Zeit um 1520 an der Südwestecke des Langhauses. Die Ausstattung der Kirche enthält Elemente des Barock und Rokoko, sowie auch einige Figuren aus der Zeit der Hochgotik. Weitere Wehrkirchen ähnlicher Bauart befinden sich in Kraftshof bei Nürnberg (meine Fotos sind hier zu sehen), und in Hannberg im Lankreis Erlangen-Höchstadt.