Es ist schon faszinierend: Als ich am Vormittag im Landkreis Forchheim losgefahren bin hatte es +2° Celsius. Auf dem Parkplatz Ochsenkopf Nord zeigte das Thermometer Mittags -5° Celsius an. Auf dem Gipfel dürften es noch ein paar Grad weniger gewesen sein. So genau weiß ich das aber nicht, da mein Handy wie immer bei solchen Temperaturen den Dienst quittiert hat. Akkuleistung im Tal voll, auf dem Gipfel dann 1%. Tja, eigentlich war ja für den Nachmittag etwas Sonne angekündigt worden. Leider Fehlanzeige. Im gesamten Gipfelbereich herrschte zäher Hochnebel. Der hat aber durchaus auch etwas, finde ich. Er verleiht der Natur etwas mystisches. Ich habe versucht das etwas einzufangen. Für meinen nächsten Ausflug ins Fichtelgebirge wünsche ich mir aber trotzdem wieder Schnee und Sonne. Wie das dann am Ochsenkopf aussieht ist auf diesen Bildern vom letzten Jahr zu sehen.
Der Schneeberg ist mit 1.051 m ü. NHN der höchste Berg des Fichtelgebirges. Wenn man auf dem Backöfele, dem hölzernen Aussichtsturm steht, befindet man sich gleichzeitig auch an der höchsten Stelle Frankens und ganz Nordbayerns. Den ehemaligen Fernmeldeturm der Bundeswehr konnte ich aufgrund des dichten Nebels bei meinem letzten Besuch nicht erkennen. Kaum zu glauben bei diesem Oschi. Früher war dieser Bereich übrigens militärisches Sperrgebiet. Heute steht der Turm unter Denkmalschutz, und ist ein Mahnmal des Kalten Krieges. Weitere Infos gibt es bei Interesse u.a. auf Wikipedia zum nachlesen. Mit meinen Aufnahmen bin ich nicht so ganz zufrieden. Das Gegenlicht ist störend, und ich hätte mir insgesamt mehr Zeit lassen sollen. Beim nächsten Besuch im Frühling oder Sommer dann.
Nachdem das Thermometer in der letzten Nacht -8 Grad Celsius bei klarem Himmel anzeigte hat sich auf den Wiesen Raureif gebildet. In schattigen Lagen hielt er sich bis weit in den Nachmittag hinein. Ich mußte an das Lied Glasgarten von Goethes Erben & Peter Heppner denken, als ich die fragilen Kunstwerke fotografiert habe.