Montag, 28. April 2014

Der Schusserbou

Der Teufelsbrunnen am Nordturm der Nürnberger Lorenzkirche erinnert an eine Sage, bei der sich der Teufel einen Jungen holt, der beim Schussern (Murmelspiel) auf dem Lorenzer Platz betrogen hat. Seine Schulkameraden hatten Ihn dabei erwischt, und beschimpften Ihn. "Wos ho i? Nix ho i! Der Deifl sull mi glei hulln wenn i net richti gspillt ho!" Dies lies sich der Teufel nicht zweimal sagen. Er erschien, und packte den Buben, welcher vor Angst Schulbuch und Tafel fallen ließ am Genick und holte Ihn fort. Eben diese Szene ist am Brunnen zu sehen. Dieser entstand 1888 im neugotischen Stil nach Entwürfen von Friedrich Wanderer (welcher u.a. auch für den Paulibrunnen auf dem Erlanger Schloßplatz verantwortlich zeichnete). Wer sich für diese und weitere Sagen und Legenden aus Nürnberg interessiert, dem sei an dieser Stelle das Buch "Alt-Nürnberg. Sagen, Geschichten und Legenden" von Franz Bauer ans Herz gelegt.

Da greint er, der Bou...

Sonntag, 27. April 2014

Drachen gibt es doch!

Laut Definition handelt es sich bei einem Drachen um ein "schlangenartiges Mischwesen". Der Grüne Leguan (Iguana iguana) auf meinen Bildern hat keine Flügel, und kann auch kein Feuer speien, kommt aber meiner Meinung nach einem Drachen doch schon sehr nahe. Der natürliche Lebensraum dieses Schuppentieres ist Mittelamerika und das nördliche Südamerika. Den Schwanz mit eingerechnet erreicht diese Leguanart eine Länge von zwei Metern. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt sind die Tiere nie vollkommen grün. Häufig sind Grau- oder Brauntöne vorhanden. Bei männliche Exemplaren ist auch Orange oder Rot keine Seltenheit. Der Grüne Leguan ernährt sich ausschließlich vegetarisch. Meine Aufnahmen entstanden im Manatihaus des Tiergartens Nürnberg. Weitere Tierfotografien finden Sie hier.

Samstag, 26. April 2014

Der Magirus Deutz Rundhauber

Dieser schöne Oldtimer steht bereits seit einigen Jahren im Großraum Nürnberg als Werbeträger für ein Kanal- und Rohrsanierungsunternehmen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen "Rundhauber" der Firma Magirus-Deutz. Seinen Ursprung hatte Magirus-Deutz in der Ulmer Feuerwehrgerätefabrik Magirus. Zeitweise war die Firma der zweitgrößte deutsche Nutzfahrzeughersteller. Vor Allem in den 1950er und 1960er Jahren feierte Magirus-Deutz große Erfolge, wurde nach einer Krise in den 1970er Jahren aber in den Iveco-Konzern eingegliedert, und in den 1980er Jahren dann komplett eingestellt. Das markante Logo auf dem Kühlergrill ist eine Kombination der stilisierten Silhouette des Ulmer Münsters, welche mit einem "M" kombiniert wurde. Die Magirus-Deutz Rundhauber wurden ab dem Jahr 1951 eingeführt. Aufgrund der abgerundeten Haube unterschieden sie sich optisch deutlich von den LKWs der Konkurrenz.


Freitag, 25. April 2014

Das Fischhaus in Neuhaus

Das Gebäude hier ist das Fischhaus in Neuhaus. Der Zeltdachbau mit Fachwerkobergeschoss (es wurde inzwischen verputzt) stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der verbretterte Satteldachanbau ist jüngeren Datums. Das Gebäude liegt auf einem Damm zwischen zwei dazugehörigen Fischweihern. Das Gebäude wird mitlerweile als Jagd- und Fischereimuseum genutzt. Geöffnet ist es von April bis Oktober immer Sonntags von 13.00 - 17.00 Uhr bei freiem Eintritt. Die Begehung des Lehrpfads ist jederzeit möglich. Er führt u.a. am Wasserschloss Neuhaus vorbei. Das Fischhaus ist am Ortseingang von Adelsdorf kommend nicht zu übersehen...


Donnerstag, 24. April 2014

Im Druidenhain

Druidenhain ist der Name eines natürlichen Labyrinths aus moosbewachsenen Dolomitfelsen in der Fränkischen Schweiz. Die bizarren Felsformationen regten schon immer die Phantasie der Leute an, so daß man von einer keltischen Kultstätte sprach, und besonders auffälligen Steinen Namen gab ("Taufstein", "Altar", "Kanzel", "Opferstein", "Wächter", etc.). Einige Aufnahmen dieses schönen Ortes gibt es ab sofort im Fotoalbum IM DRUIDENHAIN zu sehen. Zu finden - wie immer - im Menü auf der rechten Seite, oder durch einen Mausklick hier!

Mittwoch, 23. April 2014

Schloss Neuhof a.d. Zenn

Das Schloss Neuhof wurde als neuer Königshof (nova curia = Neuhof) im Reichsland um Nürnberg errichtet. Die Anlage wurde 1249 im Besitz der Grafen von Abenberg erstmals urkundlich erwähnt. Mit dem Aussterben des Adelsgeschlechts ging die Anlage in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg über. 1342 wurde das Schloss an das Kloster Heilsbronn verkauft. Die heutige Vierflügelanlage stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 1570/73. Das ehemalige Wasserschloss befindet sich heute in Privatbesitz, und kann nicht besichtigt werden...

Freitag, 18. April 2014

Karfreitag

Das Wort "Karfreitag" hat seinen Ursprung im althochdeutschen Wort kara, und steht für "Kummer", "Klage", und "Trauer". In der römisch-katholischen Kirche ist der Karfreitag als einer der höchsten christlichen Feiertage eingebunden in das Triduum Sacrum, die Dreitagesfeier vom Leiden und Sterben, der Grabesruhe, und der Auferstehung. Meine Fotografie entstand auf einem kleinen Friedhof bei der "Vexierkapelle" St. Nikolaus in Reifenberg (Oberfranken).


Montag, 14. April 2014

Löwenzahn

Als Kind habe ich mich an den "Pusteblumen" erfreut - als Erwachsener steche ich ihn als Unkraut aus meinem Rasen: Taraxacum officinale, den gewöhnlichen Löwenzahn. Er gedeiht wirklich (fast) überall, und ist eigentlich eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze. Löwenzahn ist u.a. blutbildend und -reinigend, harntreibend und tonisierend. Er hilft gegen Husten, Fieber und Bronchitis genauso wie gegen Appetitlosigkeit, Verstopfung, und Rheuma. Momentan blühen die gelben Korbblüten wieder auf allen Wiesen, und nachdem ich mich nun etwas intensiver mit dieser Pflanze beschäftigt habe lasse ich sie ab sofort auch an der ein oder anderen Stelle in meinem Garten blühen...

Freitag, 11. April 2014

Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Im Südosten Nürnbergs rund um das Naherholungsgebiet Dutzendteich entstand ab 1933 das Reichsparteitagsgelände der NSDAP. Noch heute ist das Gelände von den Planungen aus nationalsozialistischer Zeit geprägt. Vor Kurzem habe ich das Areal aufgesucht, um die Überbleibsel des damaligen Größenwahns zu fotografieren. Die Bilder meines Besuchs finden sich ab sofort im Fotoalbum Das Reichsparteitagsgelände.
Das Gefallenendenkmal im Luitpoldhain wurde bereits 1929 fertiggestellt. Es ist noch heute Gedenkort zum Volkstrauertag.
Die Kongreßhalle wurde nie vollendet und blieb eine Bauruine - Hier ist die mit Granit verkleidete ca. 40 Meter hohe Außenfassade zu sehen.
Der mit Granit verkleidete Arkadengang der Kongreßhalle hat eine Gesamtlänge von 435 Metern. Auch die Höhe ist gigantisch.

Donnerstag, 10. April 2014

Das Reiben der Münze...

Es ist schon wirklich ein Phänomen: Die Münze fällt beim Einwurf in den Automaten durch. Was macht man also? Richtig: Man rubbelt  eifrig mit der Münze am Automaten herum, und versucht es erneut. Das bringt zwar überhaupt Nichts, da das Reiben der Münze physikalisch absolut bedeutungslos ist. Der Aberglaube daß es aber eben doch etwas bringt ist jedoch einfach nicht totzukriegen. Da durch die Reiberei der Lack am Automaten aber unansehnlich zerkratzt wird haben findige Automatenhersteller inzwischen reagiert: Neben dem Münzeinwurf befindet sich dann eine extra angebrachte kleine Stahlplatte. Darunter ist die Aufschrift: "Münze bitte hier reiben" zu lesen. Herrlich, oder?

Dieser Zigarettenautomat älteren Baujahres befindet sich im Auto & Technik Museum Sinsheim.

Mittwoch, 9. April 2014

Im Botanischen Garten

Vor Kurzem habe ich mal wieder den Botanischen Garten in Erlangen besucht. Er ist eine Einrichtung der Friedrich-Alexander-Universität, und befindet sich seit 1828 direkt an der Nordseite des Schloßgartens. Das knapp 2 Hektar große Areal umfasst ein abwechslungsreich bepflanztes Außenareal, sowie mehrere Gewächshäuser welche tropische und subtropische Pflanzen beherbergen. Sehenswert ist auch die Neischlgrotte - eine Nachbildung einer Dolomit-Tropfsteinhöhle der Frankenalb. Der Eintritt des Botanischen Gartens ist kostenlos, und wirklich zu empfehlen. Egal ob man sich nun für Botanik interessiert, gute Fotomotive sucht, oder einfach nur ein ruhiges Plätzchen im Grünen sucht. Hier eine kleine Auswahl meiner Aufnahmen. Ein komplettes Fotoalbum zum Thema Pflanzenfotografie folgt dann demnächst (update 12/2018: Zu besagtem Fotoalbum geht es hier. Inzwischen gibt es aber noch zahlreiche weitere Einträge zu Pflanzen. Bitte die Suchfunktion meiner Seite verwenden).

Ein altes Haus in Hesselberg

Nach dem zweigeschossigen Wohnstallhaus aus Großenseebach stammt dieses Bild hier aus der Ortschaft Hesselberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der Ort wurde bereits 1157 erstmals urkundlich erwähnt. Bei dem Gebäude handelt es sich um den Rest eines eingeschossigen Baus mit Schweifgiebel. Entstanden ist das Haus vermutlich im 16./17. Jahrhundert.



nature strikes back!

Es ist immer wieder faszinierend welche Kraft Pflanzen aufbringen können - ob nun der Löwenzahn der den Straßenasphalt sprengt, oder der Baum auf meinem Foto, der das Schild langsam verschlingt. Die Natur erobert sich Ihren (Lebens)raum langsam aber stetig zurück...

"nature strikes back" - gesehen in Erlangen/Buckenhof

Dienstag, 8. April 2014

Eine Industrieruine

Zerfallende Gebäude müssen nicht zwangsläufig hunderte Jahre alt sein, und aus dem Mittelalter stammen um interessant zu sein. Auch Bauruinen, verlassene Höfe, alte Militär- und Industrieanlagen, oder alte Bahnhöfe üben diese Faszination des Vergangenen auf mich aus. Vor einer Weile habe ich eine Industrieruine besichtigt. Die Fotos meiner Exkursion sind nun ab sofort im Album Industrieruinen einzusehen.

Samstag, 5. April 2014

Ein altes Haus in Großenseebach

Nach dem verputzten Satteldachbau aus Adelsdorf hat es mich diesmal nach Großenseebach verschlagen. Die Gemeinde wurde 1348 erstmals urkundlich erwähnt, und weist einige Baudenkmäler auf. Bei dem zweigeschossigen Wohnstallhaus handelt es sich (deutlich erkennbar) um einen verputzten Ziegelbau mit Hausfigur. Es enstand etwa um 1900. Das Dach wurde in jüngster Zeit aufwändig saniert...

Freitag, 4. April 2014

Magnolia

Magnolia ist nicht nur eine Pflanzengattung in der Familie der Magnoliengewächse (wie dieses schöne Exemplar in meiner Nachbarschaft), sondern auch der Titel eines meiner absoluten Lieblingsfilme. Bei all den blühenden Magnolien momentan mußte ich heute an den Film denken (klick für trailer). Sollte ich mir direkt mal wieder ansehen. Auch der soundtrack von Aimee Mann ist übrigens absolut spitze. Tipp!

Tulpenmagnolie (Magnolia × soulangeana), die in Mitteleuropa am meisten verbreitete Manolienart.

Mittwoch, 2. April 2014

Tierfotografie

Meine ersten ernsthaften Versuche im Bereich der Tierfotografie habe ich eigentlich erst dieses Jahr gemacht. Im Wildpark Hundshaupten, dem Nürnberger Tiergarten, dem Verein Toxotes e.V. in Erlangen, sowie in der freien Natur sind mir einige schöne Aufnahmen geglückt. Die Bilder hierzu habe ich jetzt in einem Fotoalbum mit dem Titel TIERFOTOGRAFIE angelegt. Es ist über diesen Querverweis zu erreichen, oder natürlich ab sofort auch über das Menü auf der rechten Seite anwählbar.

Ein Riesenseeadler (Haliaeetus pelagicus) - der größte aller Seeadler mit einer Flügelspannweite von bis 2,80 Meter.