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Donnerstag, 18. Februar 2021

Die Wehrkirche St. Xystus

Die Wehrkirche St. Xystus in Büchenbach ist der älteste römisch/katholische Kirchenbau im Stadtgebiet Erlangens. Die Pfarrkirche geht im Kern auf einen gotischen Bau aus dem 14. oder 15. Jahrhundert zurück. Ein Vorgängerbau wurde sogar bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Umschlossen wird die Kirche von einer stattlich hohen Mauer mit einer Steinbrücke im Norden. Ursprünglich schützte die Wehrkirche zusätzlich noch ein Wassergraben, welcher aber verfüllt wurde. Im Inneren ist der gotische Chor der älteste Teil der Kirche. Die älteste Kirchenfigur (eine Mondsichelmadonna) steht links vom Chor, und entstand um 1500. Das Langhaus entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts, und wurde später im Stil des Barock umgestaltet. Prägend ist die Doppelempore und der prunkvolle Deckenstuck. Weitere Umbauten folgten im 19ten und 20ten Jahrhundert. Im Außenbereich springt vor allem die Ölberggruppe ins Auge. Sie stammt aus dem Jahr 1516, und ist inzwischen bereits stark verwittert. Der Hof wurde früher als Friedhof genutzt. Dieser wurde im Jahr 1952 allerdings eingeebnet. Einige Epitaphien sind in die Kirchenmauer eingelassen. Weiterführende Informationen sind auf Wikipedia und der Internetseite der Pfarrei St. Xystus Erlangen zu finden.
 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Die Kapellenruine im Wald

In einem Wald in Bayern befindet sich diese Ruine einer Kapelle. Der Sakralbau wurde im 19. Jahrhundert - der Zeit der großen Burgenromantik - im Stil der Gotik erbaut. Bereits damals mit dem Charakter einer Ruine. Das doppelgeschossige Gebäude mit einer rechteckigen Grundfläche  hat im oberen Stockwerk je drei gotische Fenster Richtung Norden und Süden. Ehemals befanden sich darin gotische Glasfenster mit bunten Malereien. Im Rundfenster über dem Eingangsportal soll sich ein Glasbild des Hl. St. Georg befunden haben. Von den Fenstern ist heute leider genauso wenig erhalten  wie von der Einrichtung der Kapelle: Über eine steinerne Treppe gelangte man ursprünglich einmal in das Obergeschoss. Auf einem zierlichen Altar stand dort eine spätgotische Madonna. Auch weitere Figuren aus dem 16. bis 19. Jahrhundert wie mehrere Engel und ein Benediktinermönch sollen sich in der Kapelle befunden haben. Seit den 1960er Jahren verfiel das Gebäude allerdings. Dachkonstruktion und Zwischendecke sind eingebrochen, und bereits teilweise eingestürzt. Auch der Außenaufgang ist eingefallen. Inzwischen ist das gesamte Gebäude stark Einsturz gefährdet, und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis Dach und Zwischendecke komplett in sich zusammenfallen. Derweil nimmt der Bewuchs immer mehr zu. Vor Allem die Südseite der Kapelle ist inzwischen fast vollständig von Efeu überzogen...












Donnerstag, 5. Juni 2014

Die Wehrkirche St. Georg

Mit großer Bestürzung mußte ich heute lesen wie in der vergangenen Nacht in St. Martha - einer der ältesten Nürnberger Kirchen - ein verheerendes Feuer gewütet hat. Der Dachstuhl brannte komplett aus, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Auch deshalb möchte ich heute ein weiteres Kleinod aus der Gotik vorstellen: Die Kirchenburg St. Georg im Nürnberger Stadtteil Kraftshof. Sie geht im Ursprung auf das Jahr 1315 zurück, und wurde dem Schutzheiligen St. Georg geweiht. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Anlage zahlreiche Erweiterungen erfahren. Innerhalb des Mauerrings mit seinen fünf Türmen und erhaltenem Wehrgang befinden sich neben der Kirche noch weitere Gebäude und ein Friedhof. Die Kirche beherbergt zahlreiche Kunstschätze. Ein Besuch lohnt. Weiteres auf der Seite der Kirchengemeinde Kraftshof.