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Samstag, 18. Oktober 2025

Kos - Das Kastell von Antimachia

Das Kastell von Antimachia befindet sich in der Nähe des Flughafens der Insel Kos. Die Johanniterfestung wurde zwischen 1337 und 1346 strategisch günstig auf einem Hochplateau angelegt. Die Anlage hielt mehreren osmanischen Angriffen und Belagerungen im 15. und 16. Jahrhundert stand. Die Festung diente hierbei zunächst als Fliehburg (wie auch Palio Pyli und Kefalos). Mit zunehmenden Angriffen der Osmanen gaben die Inselbewohner jedoch die Ortschaften auf und gründeten eine Siedlung in der Festung Antimachia. Auf einer Schautafel ist zu sehen wie die Siedlung innerhalb der Festungsmauer aussah. Die gewaltige hufeisenförmige Bastion am Haupteingang entstand im frühen 16. Jahrhundert. Auch diese konnte aber nicht verhindern dass Kos unter osmanische Herrschaft geriet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gaben die Einwohner die Siedlung in der Festung auf und ließen sich im nahe gelegenen Antimachia nieder. Ein starkes Erdbeben im Jahr 1926 zerstörte einen Großteil der Anlage. Nur die gewaltigen Festungsmauern und zwei Kirchen blieben stehen. Alle übrigen Gebäude wurden komplett zerstört. Das Kastell kann rund um die Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Erhalt am Eingang erwünscht. Die beiden Kapellen sind am Tag geöffnet.  


Freitag, 16. Mai 2025

Vom Adlerstein zum Quackenschloss

Anfang Mai habe ich eine kleine Wanderung in der Fränkischen Schweiz gemacht. Ausgangspunkt war der etwas versteckt liegende Wanderparkplatz bei Engelhardsberg nahe Muggendorf. Der Aussichtsfelsen Adlerstein mit Besteigungsanlage ist bereits nach 200 Metern erreicht. Weiter ging es durch einen idyllischen Mischwald mit vielen Dolomitfelsen. Der Wanderweg führt zum Quackenschloss, einer auf 505 Meter gelegenen Höhlenruine. Sie ist nach zwei Seiten offen und leicht begehbar. Ein weiterer Weg führt auch auf den Felsen selbst, von dem man einen recht guten Blick in die umliegende Landschaft hat. Am Wochenende ist dieses Ziel gut besucht. Wer seine Ruhe möchte kommt besser unter der Woche. Eher unbekannt ist die Kirchenruine "Zum heiligen Bühl", welche sich an der Straße zwischen Engelhardsberg und Wölm befindet. Praktischerweise befindet sich direkt gegenüber ein schöner Wanderparkplatz mit Sitzgelegenheit. 

 

 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Burgruine Leonrod

Die Ruine Leonrod habe ich im Februar 2019 das letzte Mal besucht, und schon eimal Fotos gemacht. Mitte Mai 21 bei herrlichem Wetter habe ich die Burgruine erneut besucht. Meiner Meinung nach eine der schönsten Burgruinen in Franken. Sie befindet sich versteckt und abgelegen von Touristenpfaden. Kaum ein Besucher verirrt sich hierher. Von dichtem Bewuchs umgeben ist die ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert allerdings auch wirklich kaum zu sehen - selbst wenn man fast direkt davor steht, und vor allem wenn die Bäume Laub tragen. Zur Sicherung einer wichtigen Straßenverbindung erbaut, und 1235 erstmals urkundlich erwähnt blieb diese Anlage bis ins 17. Jahrhundert hinein unzerstört. Eine Fahrlässigkeit führte 1651 zu Ihrem Ende, als man nämlich das Buschwerk um die Burg herum niederbrennen wollte, und dabei die Burg gleich mit abfackelte. Heute verfällt die Ruine, von der immer noch ein beeindruckender Baubestand erhalten ist leider: Einer der ehemals zwei vorgelagerten Rundtürme, stattliche Mauerreste der Umfassungsmauern und der Wohngebäude, große Teile des Bergfrieds, sowie einige Gewölbe und der Brunnen im Burghof. Sehr gut erhalten ist die Burgkapelle der ehemaligen Vorburg aus dem Jahre 1327. Wegen Einsturzgefahr ist das Betreten der Burgruine allerdings offiziell verboten, worauf Schilder auch aufmerksam machen.