Samstag, 3. März 2018

Die Neumühle in Erlangen


Die Neumühle in Erlangen habe ich bereits im März 2014 besucht und fotografiert. Damals habe ich allerdings nur ein paar wenige Aufnahmen hochgeladen. Warum weiß ich heute nicht mehr. Inzwischen sind vier Jahre vergangen, und ich habe beschlossen alle Bilder hochzuladen, die ich damals gemacht habe. Als Hintergrundinfo hier nochmal: Die nördlich von Bruck bei Erlangen auf einer Regnitzinsel gelegene Neumühle wurde bereits 1337 erstmals urkundlich erwähnt. Nach mehreren Zerstörungen durch Kriege und Hochwasser wurde die Mühle in den Jahren 1457, 1535, 1653, und 1770 wieder errichtet,  und erweitert.  Bis dato als Mühle genutzt (der ansehnlich grosse Betrieb umfasste inzwischen sechs Mahlgänge, einen Gerbgang, eine Säge- sowie eine Lohmühle, dazu Wiesen-, Forst-, und Fischrecht), musste der letzte Müller die Mühle 1879 zwangsversteigern lassen. Im Zuge der Industrialisierung erfolgte die Umwandlung in einen Industriebetrieb. So wurde die Neumühle in der Folgezeit als Holzstoff- und Pappenfabrik, Glasschleiferei, Bronzefarbenfabrik, und Aluminiumwerk genutzt. Im April 1945 fielen die Gebäude dem Beschuß der Amerikaner zum Opfer, und brannten in Folge dessen vollkommen aus. Das Gelände wurde in der Folgezeit von verschiedenen Firmen zu Lagerzwecken genutzt (Quelle: Erlanger Stadtlexikon). Bei meinem Abstecher damals habe ich von den Regnitzwiesen aus fotografiert.  Das Gelände selbst war/ist Privatgrundstück.  Mehrere Schilder weisen mit  "Betreten verboten" und "Warnung vor dem Hunde" deutlich darauf hin...








Mittwoch, 1. November 2017

Die Munitionsanstalt Breitengüßbach

Die Geschichte der Munitionsanstalt Breitengüßbach bei Bamberg beginnt im Jahr 1933 als Baugelände für eine Zuckerfabrik (Tarnbezeichung) gesucht wird. Beim Kauf kam es teils zu Zwangsenteignungen. In der Aufbau- und "Blütezeit" als Luftwaffendepot waren hier ca. 900 Arbeiter beschäftigt. Die Nutzung des weitläufigen Geländes geschah zunächst bis 1945 durch die Wehrmacht, anschließend durch die us-army, und später sogar noch durch den Bundesgrenzschutz und die Bundeswehr. Heute ist das umzäunte Gelände als Naherholungsgebiet ausgewiesen, und für Spaziergänger und Radfahrer durch die Eingangstüre Breitengüßbach frei zugänglich. Das Betreten geschieht jedoch auf eigene Gefahr, Hunde müssen angeleint werden. Wie man an diesem Wegeplan sehen kann ist das Gelände riesig. Ich hatte für meinen Besuch ein Fahrrad dabei. Die meisten der Bunkeranlagen sind erhalten, und als Lagerräume vermietet. Nur wenige Bunker sind zerstört, stehen leer, oder dienen in der dunklen Jahreszeit als Quartiere für Fledermäuse (Bitte deshalb auch beachten die Bunker von Oktober bis April nicht zu betreten). Auch der Obere und Untere Bahnhof, Gleisanlagen, und diverse Lagerhäuser, sowie sonstige Gebäude sind noch erhalten. Wer das MUNA Gelände besuchen möchte sei noch darauf hingewiesen dass eine größere Anzahl Wildschweine - teils in Gehegen, teils aber auch frei auf dem Gelände - ihr Unwesen treibt. :)