Freitag, 29. Mai 2026

Im Druidenhain

Druidenhain ist der Name eines natürlichen Labyrinths aus moosbewachsenen Dolomitfelsen in der Fränkischen Schweiz nahe der Ortschaft Wohlmannsgesees. Die bizarren Felsformationen regten schon immer die Phantasie der Leute an, so daß man von einer keltischen Kultstätte sprach, und besonders auffälligen Steinen Namen gab ("Taufstein", "Altar", "Kanzel", "Opferstein", "Wächter", etc.). Eine erstliche schriftliche Erwähnung des Namens "Druidenhain" taucht recht spät auf - nämlich erst in einem Wanderführer aus dem Jahr 1912. Das etwa einen Hektar große Areal wurde von Geologen mehrmals systematisch untersucht. Sowohl bei Vermessungen als auch bei umfangreichen Probebohrungen konnten keinerlei Auffälligkeiten festgestellt werden (es fanden sich zum Beispiel keinerlei Holzkohlereste, Tierknochen, oder Tonscherben, was für eine Kultstätte typisch wäre). Zuletzt habe ich den Hain vor fünf Jahren besucht. Ich war erstaunt wie viel sich verändert hat, denn große Teile waren stark verwachsen.