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Dienstag, 4. Januar 2022

Sonnenuntergang auf der Houbirg

Ein weiterer Berg den ich im Dezember "abhaken" konnte war die Houbirg bei Happurg. Die 617 Meter hohe Erhebung der Fränkischen Alb ist als bedeutendes Geotop im Geotopkataster Bayern aufgeführt. Auf dem Berg befindet sich ein abgegangenes keltisches Oppidum mit Resten von Wällen und Mauern auf einer Länge von knapp 4,5 Kilometern. Im Hohlen Fels, einer Höhle auf 546 Metern Höhe wurden mehrere Funde aus der Steinzeit und der Urnenfelderzeit gemacht. Auf dem Berg befindet sich außerdem ein Burgstall. Traurige Bekanntheit erlangte die Houbirg durch das Stollensystem "Doggerwerk", welches von Insassen des nahen Konzentrationslagers Hersburg in den Berg getrieben wurde, weil dort ein Motorenwerk für Kampfflugzeuge entstehen sollte. Heute sind die Felsen aus Dolomit und Kalkstein ein beliebtes Ziel für Kletterer, und die gesamte Umgebung ein wunderbares Wandergebiet. Der Blick vom Gipfel bietet einen herrlichen Blick über den Stausee und die Fränkische Alb. Ausgangspunkt meiner kleinen Tour war der Wanderparkplatz bei Förrenbach (Achtung kostenpflichtig. Eine Stunde kostet 1,- Euro, das Tagesticket 4,- Euro). 
 

Montag, 26. Juli 2021

Das Kriegerdenkmal Hersbruck

Das Kriegerdenkmal auf dem Michelsberg in Hersbruck wurde als großer Rundbau mit konischen Durchbrüchen angelegt, welcher einen sakralen Eindruck vermittelt. Das Denkmal stammt vom Bildhauer Konrad Roth aus Fürth, welcher auch das Gefallenendenkmal auf dem Westfriedhof und das Beethovendenkmal in Nürnberg geschaffen hat. In der Mitte kniet auf einer Stele mit Inschrift ein überlebensgroßer Soldat mit nacktem Oberkörper, und einem Schwert in der Hand. Auf Steintafeln sind die Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege zu lesen. Am oberen Rand des Rundbaus befindet sich ein Bibelzitat: "Niemand hat größere Liebe denn die dass er sein Leben lässet hat für seine Freunde." Johannes 15,13. Solch christliche Sprüche und Zitate fanden vor allem nach der Niederlage im 1. Weltkrieg vermehrt Verwendung, um dem Tod des Soldaten eine Deutung zu geben. Weitere Informationen sind auf der Seite des Onlineprojekts Gefallenendenkmäler zu finden.