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Samstag, 14. Januar 2023

Sonderführung im Neutorbunker

Inzwischen habe ich bereits einige Ausflüge in die Unterwelt hinter mir. Unter der Nürnberger Altstadt befindet sich ein kilometerlanges und weitverzweigtes Labyrinth aus Stollen und Kellern, die teils in mehreren Stockwerken übereinander ab dem 14. Jahrhundert in den Sandstein getrieben wurden. Viele der ehemaligen Bierkeller wurden im Dritten Reich erweitert und für den Luftschutz umgebaut. Auch die Kasematten der gewaltigen Basteien um die Nürnberger Burg dienten während des Zweiten Weltkrieges für den Luftschutz. Einen Einblick in die Bastei am Neutortum bietet aktuell der Verein Nürnberger Unterwelten als Sonderführungen an. Dieser Bunker ist sonst nicht öffentlich zugänglich Wegen sehr hohem Interesse werden nun noch einmal vom 20.-22.01 und vom 27.-29.01 Führungen unter dem Motto "Bombennächte - der Tod aus dem Himmel" angeboten. Sie dauern jeweils ca. 75 Minuten und sind wie immer sehr empfehlenswert. Weitere Informationen sind hier zu finden. Wer noch weitere Einblicke in Nürnbergs Unterwelt möchte findet hier noch einige Verweise zu anderen von mir in der Vergangenheit besuchten Bunker und Kellern: Historischer Kunstbunker, Paniersbunker, Kasematten und Lochwasserleitungen, Laufertor Keller, Bahnhofsbunker, ABC-Bunker Krebsgasse, Hochbunker Kronacher Straße, Lochgefängnisse, Nürnberger Felsengänge.
 

Montag, 26. Juli 2021

Das Kriegerdenkmal Hersbruck

Das Kriegerdenkmal auf dem Michelsberg in Hersbruck wurde als großer Rundbau mit konischen Durchbrüchen angelegt, welcher einen sakralen Eindruck vermittelt. Das Denkmal stammt vom Bildhauer Konrad Roth aus Fürth, welcher auch das Gefallenendenkmal auf dem Westfriedhof und das Beethovendenkmal in Nürnberg geschaffen hat. In der Mitte kniet auf einer Stele mit Inschrift ein überlebensgroßer Soldat mit nacktem Oberkörper, und einem Schwert in der Hand. Auf Steintafeln sind die Namen der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege zu lesen. Am oberen Rand des Rundbaus befindet sich ein Bibelzitat: "Niemand hat größere Liebe denn die dass er sein Leben lässet hat für seine Freunde." Johannes 15,13. Solch christliche Sprüche und Zitate fanden vor allem nach der Niederlage im 1. Weltkrieg vermehrt Verwendung, um dem Tod des Soldaten eine Deutung zu geben. Weitere Informationen sind auf der Seite des Onlineprojekts Gefallenendenkmäler zu finden. 

Samstag, 6. Mai 2017

Im Museum für Militär- und Zeitgeschichte

In meinem Urlaub habe ich einen Abstecher nach Stammheim am Main zum Museum für Militär- und Zeitgeschichte gemacht. Auf etwa 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind über 250 Rad-, Ketten- und Luftfahrzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu sehen. Schwerpunkte der Ausstellung bilden dabei Militärtechnik aus den beiden Weltkriegen sowie dem geteilten Deutschland. Das Besondere daran: Ein Großteil der Fahrzeuge ist fahrbereit. Interessant ist auch eine Bunkeranlage mit Schützengraben aus dem ersten Weltkrieg, welche originalgetreu nachgebaut wurde. Neben dem Schwerpunkt Militär gibt es aber auch zivile Zeitgeschichte aus der Mitte des 20. Jahrhunderts (z.B. eine alte Dorfschmiede). Das Museum ist wirklich sehr interessant, und empfehlenswert. Wer sich für die Thematik interessiert kann hier locker mehrere Stunden verbringen. Mehrmals im Jahr finden zudem Veranstaltungen statt. So z.B. ein Panzerfahrtag (!), Modell- und Oldtimertreffen. Von mir gibt es hier nur eine kleine Auswahl an Fotos zu sehen, da das Fotografieren in Museen immer eine kleine Herausforderung darstellt (spiegelnde Vitrinen, Fahrzeuge hinter Absperrungen,...), und mir auf meinen Fotos nicht ansprechend genug herüberkam. Auf der  Internetseite des Museums oder auch bei YouTube gibt es aber zahlreiches weiteres Bild- und Videomaterial zu sehen, um sich vor einem Besuch einen umfassenden Eindruck über das Museum zu verschaffen. Es lohnt sich!