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Samstag, 14. Januar 2023

Sonderführung im Neutorbunker

Inzwischen habe ich bereits einige Ausflüge in die Unterwelt hinter mir. Unter der Nürnberger Altstadt befindet sich ein kilometerlanges und weitverzweigtes Labyrinth aus Stollen und Kellern, die teils in mehreren Stockwerken übereinander ab dem 14. Jahrhundert in den Sandstein getrieben wurden. Viele der ehemaligen Bierkeller wurden im Dritten Reich erweitert und für den Luftschutz umgebaut. Auch die Kasematten der gewaltigen Basteien um die Nürnberger Burg dienten während des Zweiten Weltkrieges für den Luftschutz. Einen Einblick in die Bastei am Neutortum bietet aktuell der Verein Nürnberger Unterwelten als Sonderführungen an. Dieser Bunker ist sonst nicht öffentlich zugänglich Wegen sehr hohem Interesse werden nun noch einmal vom 20.-22.01 und vom 27.-29.01 Führungen unter dem Motto "Bombennächte - der Tod aus dem Himmel" angeboten. Sie dauern jeweils ca. 75 Minuten und sind wie immer sehr empfehlenswert. Weitere Informationen sind hier zu finden. Wer noch weitere Einblicke in Nürnbergs Unterwelt möchte findet hier noch einige Verweise zu anderen von mir in der Vergangenheit besuchten Bunker und Kellern: Historischer Kunstbunker, Paniersbunker, Kasematten und Lochwasserleitungen, Laufertor Keller, Bahnhofsbunker, ABC-Bunker Krebsgasse, Hochbunker Kronacher Straße, Lochgefängnisse, Nürnberger Felsengänge.
 

Freitag, 3. Januar 2020

Hochbunker Kronacher Straße Fürth

Am 2. Januar 2020 wurde der Hochbunker in der Kronacher Straße in Fürth erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Verein Untergrund Fürth e.V. bot an diesem Tag eng getaktete Führungen an. Ich habe die Chance ergriffen, und an einer Führung teilgenommen, bevor bereits in den kommenden Tagen der Umbau des Bunkers beginnt. Künftig soll hier nämlich der "Fanbunker Fürth" entstehen. Eine Fankneipe für die Fans der Sportfreunde Ronhof e.V. Hierzu werden in den Obergeschossen u.a. Fenster aus dem Stahlbeton herausgeschnitten, und weitere Umbaumaßnahmen stattfinden. Das Erdgeschoß soll im jetzigen Bauzustand von 1971 weitestgehend erhalten bleiben, damit künftig regelmäßig Führungen stattfinden können. Errichtet wurde der Hochbunker für den zivilen Luftschutz in den Jahren 1941/42. Im 2. Weltkrieg sollte das mit Treppenturmanbau und Dachreiter als Kirche getarnte Gebäude auf drei Etagen 390 Personen Schutz bieten. Im Krieg blieb das Gebäude unbeschädigt, und war fortan Unterkunft für Kriegsvertriebene. Zu diesem Zweck wurden damals 25 Fensteröffnungen in das Gebäude gesprengt. Es entstanden 14 Wohnungen für ca. 70 Personen. Zur Zeit des Kalten Krieges wurden diese Fenster dann wieder zubetoniert. In dieser zweiten Bauphase 1968/71 wurde der Bunker mit hohem Kostenaufwand erneut für den zivilen Luftschutz umgerüstet. Im atomaren Ernstfall war der Hochbunker nunmehr für 901 Personen ausgelegt. Noch bis 2007 fanden regelmäßige Wartungen statt. Eine Ausführliche Beschreibung des Bunkers ist auf der Seite FürthWiki zu finden. Weitere Eindrücke vom "Tag der offenen Türe" sind auch auf der Seite Bauzeugen zu sehen...