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Mittwoch, 19. Februar 2020

Bauzeugen: Architektur 1933-1945

Ich möchte heute einmal die Gelegenheit nutzen, und auf die Internetseite von einem guten Freund aufmerksam machen: Arne Marenda berichtet auf der Seite Bauzeugen bereits seit einigen Jahren über die Architektur der Jahre 1933-1945 mit Schwerpunkt Nürnberg und Franken. Außer Fotos vom wohl Jedem bekannten Reichsparteitagsgelände finden sich auf der Seite z.B. auch sehr interessante Aufnahmen von Luftschutzbunkern und Parteibauten. Aber auch Gedenkstätten, Wohnhäuser, oder gar Sakralbauten sind auf der Seite Bauzeugen zu finden. Die sehr guten Bildaufnahmen werden durch erklärende Texte ergänzt. Gerade in den letzten Wochen wurde die Seite um einige neue Inhalte erweitert. Ein Besuch lohnt sich...


Mittwoch, 17. Oktober 2018

Im Goldenen Saal

Am letzten Sonntag fand auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ein "Informationstag Zeppelinfeld" statt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit bei kostenlosen Führungen mehr über diesen Bereich des riesigen Areals zu erfahren. Besonders interessant war die Möglichkeit auch einen Blick in Gebäude zu werfen die der breiten Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben: Nämlich in einen der 34 Türme des Zeppelinfelds und in den sogenannten "Goldenen Saal". Dieser befindet sich im Inneren der Haupttribüne, und bekam seinen Namen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund seiner goldenen beleuchteten Decke, auf der in Form von Mosaiken ein Hakenkreuzmuster zu sehen ist. In diesem Saal befindet sich derzeit außerdem eine der beiden Flammenschalen, welche ursprünglich auf den Seitenwänden der Tribüne standen (die andere steht im Außenbereich auf der Gebäuderückseite)...

Neben dem Einblick in den Goldenen Saal fand ich vor Allem die vermittelten Informationen bzgl. der künftigen Baumaßnahmen und Nutzungen des Geländes interessant. Etwa 85 Millionen Euro werden dafür bereitgestellt um den aktuellen Zustand der Bausubstanz für die Nachwelt zu konservieren. Außerdem sollen auch Bäume im Bereich des Zeppelinfeldes verpflanzt, und Geräteschuppen entfernt werden, damit wieder freie Sichtachsen entstehen. Auch die Leitplanken und Absperrungen im Bereich der Haupttribüne sollen entfernt, und nur zu DTM-Rennen durch mobile Absperrungen ersetzt werden. Als langfristiges Ziel soll auch der Goldene Saal wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden...
Wer sich für das Thema "Reichsparteitagsgelände" in Nürnberg interessiert, der findet hier  und hier noch zahlreiche weitere Aufnahmen von mir. die umfassendsten Informationen sind auf der offiziellen Internetpräsenz des Dokumentationszentrums zu finden (klick!) Auch die Seite Bauzeugen beschäftigt sich ausführlich mit der Zeppelintribüne, dem gesamten Reichsparteitagsgelände, sowie zahlreicher weiterer baulicher Hinterlassenschaften der Jahre 1933-45 in Nürnberg und Umgebung. Schauen Sie doch mal vorbei. Ein Besuch lohnt sich...

Donnerstag, 21. September 2017

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Über zehn Jahre ist es nun schon her dass ich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände das letzte Mal besucht habe. Dieses Museum in Nürnberg befindet sich im Nordflügel der von den Nationalsozialisten konzipierten, aber unvollendet gebliebenen Kongresshalle des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Die ursprünglich für 50.000 Menschen ausgelegte Kongresshalle ist die größte bauliche Hinterlassenschaft auf dem im Süden Nürnbergs befindlichen Areal. Die Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" befasst sich mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Reichsparteitage, die als gewaltige Massenveranstaltungen von der NS-Propaganda zur Inszenierung der "Volksgemeinschaft" genutzt wurden. Ein Besuch der Ausstellung, und auch eine Geländebegehung (alleine, oder im Rahmen einer Führung) ist für Ortsunkundige in jedem Fall lohnenswert. Ich selbst kenne das Gelände gut, und bin nach dem erneuten Besuch des Museums etwas entäuscht dass die Ausstellung im Vergleich zum letzten Mal unverändert blieb - sieht man einmal von der zeitlich begrenzten Sonderausstellung "Albert Speer in der Bundesrepublik" ab. Die Räumlichkeiten würden genug Platz für z.B. weitere Vitrinen mit Bild- und Zeitdokumenten aus der damaligen Zeit bieten. Interessant für die Zukunft dürfte wohl besonders die Frage sein wie mit der maroden Zeppelintribüne umgegangen wird. Denn auch die darin befindliche ca. 335m² grosse Halle (der so genannte "Goldene Saal") könnte in das Museumskonzept mit einbezogen werden, was ja auch in den Jahren 1985 - 2001 bereits der Fall gewesen ist. Die nun folgenden Bilder beschränken sich auf die Kongresshalle mit dem Museum. Weitere Aufnahmen des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes gibt es aber in diesem Unterbereich meiner Seite zu sehen: klick!