Freitag, 11. September 2020

The blue gallery

Vor etwa zwei Wochen habe ich auf meinem Blog ein Album mit dem Titel "Das Atelier des unbekannten Künstlers" veröffentlicht. Kurz gesagt handelt es von einem unbekannten Künstler, welcher sich in einer verlassenen Hütte an einem Waldrand äußerst kreativ verewigt hat. Die regionale Presse hatte mehrfach davon berichtet. Der ein oder andere Redakteur war nun umso aufgeregter, nachdem anonyme Post in Form eines QR-codes in der Zeitungsredaktion eintraf. Ausgelesen ergaben sich Koordinaten die erneut zu einer Hütte an einem Waldrand führten. Was folgte war ein neuer Zeitungsbericht über den  "Banksy aus dem Aischgrund" mit ein paar Fotos von dieser zweiten Hütte. Ich muß gestehen dass ich ebenfalls sehr angefixt war, und mich sofort auf Spurensuche begeben habe. Geführt hat mich diese letzten Endes zu einer kleinen Holzhütte, in welcher diesmal vier Werke des Künstlers zu sehen sind. Eine weitere versteckte Galerie also, die den Namen "the blue gallery" trägt, und bereits im August und September vergangenen Jahres entstanden ist. Vier überwiegend sozialkritische Werke unterschiedlicher Machart und Materialien, die mir wieder sehr gut gefallen haben. Wie viele versteckte Galerien noch in fränkischen Wäldern schlummern, oder wie viele vielleicht in Zukunft noch entstehen weiß ich nicht. Ich hoffe aber dass man von den Künstlern (Es handelt sich nicht nur um einen Künstler. Die "tanzende Frau" an der Wand in dem anderen Atelier stammt von einer Künstlerin) noch mehr Werke im öffentlichen Raum zu sehen bekommen wird. Nun wünsche ich viel Spaß beim Betrachten meiner Aufnahmen. Wer nun mit dem Gedanken spielt mich nach dem Standort der Hütte zu fragen möge bitte einfach den unten stehenden QR-code einscannen...












Montag, 7. September 2020

Im Schlosspark Fantaisie

Etwa fünf Kilometer westlich von Bayreuth befindet sich das Schloss Fantaisie in der Gemeinde Eckersdorf. Wie die Eremitage wurde auch diese Anlage als Sommerresidenz für das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth errichtet. Im Jahr 1758 wurde mit dem Bau begonnen. die Fertigstellung erlebte aber keiner der Beiden mehr. Vollenden ließ die Tochter das Bauwerk 1765. Von ihr stammt auch der Name "Fantaisie". Nach einer wechselvollen Geschichte und mehreren Umbauten beherbergt das Schloss heute ein Gartenbaumuseum, welches besichtigt werden kann. Infos finden sich auf der Seite der Bayerischen Schlösserverwaltung. Der Park kann zu den Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden, und ist sehr sehenswert. Hier treffen sich Elemente mehrerer Stilphasen wie Rokoko, Empfindsamkeit, Romantik und Historismus. Bei einem gemütlichen Spaziergang kann man hier eine wirklich schöne Zeit verbringen. Die Wasserspiele sind aufgrund von Reparaturarbeiten allerdings aktuell nicht in Betrieb...

Mittwoch, 2. September 2020

Der alte Festungsfriedhof

Südöstlich der Festung Rothenberg bei Schnaittach befand sich am Berghang zwischen den Jahren 1740 und 1843 ein Festungsfriedhof. Der Heimatverein Schnaittach restaurierte im Jahr 1927 diese Begräbnisstätte. Die noch erhaltenen Grabsteine wurden an der heutigen Stelle errichtet. Ein Gedenkstein in der Umfassungsmauer trägt die Inschrift: "Friedhof der churbairischen Festung Rothenberg von 1740 bis 1843. Hier fanden 1083 Festungsinsassen mit ihren Familien die letzte Ruhe. Es waren Erbauer u. Kommandanten der Festung, Handwerker, Offiziere, Soldaten, Pfarrer u. Lehrer sowie Festungsgefangene. + R.I.P. +". Die meisten der noch erhaltenen Grabsteine sind inzwischen stark verwittert, und nur noch wenige, wie der Stein des Oberstleutnants Joseph Anton Amann von Storchenau sind noch zu entziffern. Von der Festung selbst habe ich übrigens nur zwei Außenaufnahmen mitgebracht. Ich wollte eigentlich gerne an einer Führung teilnehmen, und auch hier ein paar Eindrücke mitbringen, wurde aber vom Festungführer direkt sehr unhöflich mit einem Fingerzeig auf meinen Fotoapparat, und den Worten "Das ist verboten!" begrüßt. Dann eben nicht...