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Mittwoch, 2. September 2020

Der alte Festungsfriedhof

Südöstlich der Festung Rothenberg bei Schnaittach befand sich am Berghang zwischen den Jahren 1740 und 1843 ein Festungsfriedhof. Der Heimatverein Schnaittach restaurierte im Jahr 1927 diese Begräbnisstätte. Die noch erhaltenen Grabsteine wurden an der heutigen Stelle errichtet. Ein Gedenkstein in der Umfassungsmauer trägt die Inschrift: "Friedhof der churbairischen Festung Rothenberg von 1740 bis 1843. Hier fanden 1083 Festungsinsassen mit ihren Familien die letzte Ruhe. Es waren Erbauer u. Kommandanten der Festung, Handwerker, Offiziere, Soldaten, Pfarrer u. Lehrer sowie Festungsgefangene. + R.I.P. +". Die meisten der noch erhaltenen Grabsteine sind inzwischen stark verwittert, und nur noch wenige, wie der Stein des Oberstleutnants Joseph Anton Amann von Storchenau sind noch zu entziffern. Von der Festung selbst habe ich übrigens nur zwei Außenaufnahmen mitgebracht. Ich wollte eigentlich gerne an einer Führung teilnehmen, und auch hier ein paar Eindrücke mitbringen, wurde aber vom Festungführer direkt sehr unhöflich mit einem Fingerzeig auf meinen Fotoapparat, und den Worten "Das ist verboten!" begrüßt. Dann eben nicht...

Samstag, 16. September 2017

Auf dem Friedhof in Fürth

An einem bewölkten und sehr stürmischen Septembertag habe ich dem Fürther Hauptfriedhof einen Besuch abgestattet, um kunstvoll gestaltete Grabsteine und Figuren zu fotografieren. Der 1881 eingeweihte Friedhof hat zwei Vorgängerfriedhöfe: Der erste Friedhof befand sich bei der St. Michaeliskirche, der zweite Friedhof an der Nürnberger Straße. Beide Friedhöfe waren zu klein geworden, bzw. standen den Siedlungsplänen der Stadt im Wege. Der heutige Hauptfriedhof hat etwa 25.000 Gräber, von denen 350 unter Denkmalschutz stehen. Direkt neben dem Städtischen Friedhof befindet sich der neue jüdische Friedhof. Er wurde 1906 angelegt, hat eine eigene Aussegnungshalle (Foto unten in der Mitte), und wird auch heute noch von der Israelitischen Kultusgemeine in Fürth genutzt. Der alte jüdische Friedhof war von 1607 bis 1936 in Gebrauch. Er liegt im Westen der Altstadt, und kann an bestimmten Tagen im Rahmen einer Führung besichtigt werden...



Sonntag, 20. August 2017

Eine alte Begräbnisstätte im Wald

Gut versteckt in einem Waldstück befindet sich diese alte Begräbnisstätte. Einst von einer gepflegten Parkanlage mit Teichen und Wegen umgeben ist das monumentale Grabmal inzwischen vollkommen zugewachsen. Das Gebäude im neuromanischen Stil in Kreuzformgrundriss ist stattliche 17 Meter hoch. Auf der Südseite befindet sich eine Apsis, im Norden der Zugang mit einer breiten Freitreppe, welche in eine Vorhalle führt. Eine ganz besondere Atmosphäre befindet sich im Inneren: Vor einer lebensgroßen Christusfigur mit ausgebreiteten Händen steht der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Verstorbenen. Durch die Buntglasscheiben dringt ein weiches warmes Licht, welches die Farben der neoromanischen Malereien herrlich zum leuchten bringt. Rings um die Kuppelöffnung steht als Inschrift der Bibelspruch „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen,  selig die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen / Matth. 5.8.“...