Posts mit dem Label Quellhöhle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Quellhöhle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. April 2024

Detailaufnahmen aus der Binghöhle

Gerade einmal vier Wochen ist es her dass ich die Binghöhle in Streitberg besucht habe. Trotzdem ging es gestern für 7,50 Euro inklusive Fotoerlaubnis erneut auf "Entdeckertour". Obwohl ich erst einige schöne Aufnahmen der Höhle gemacht habe (Fotos siehe hier), hatte ich Lust noch einmal für Detailaufnahmen wiederzukommen. Das trübe und regnerische Wetter bot sich dafür regelrecht an. Ich war gespannt was sich abseits der bekannten Tropfsteinformationen wie der Riesensäule, dem Kerzensaal und der Kellermannsgrotte noch so entdecken lässt. Kleine Schönheiten die nicht durch die künstlich installierte Beleuchtung im Rampenlicht stehen und die man nur mit viel Zeit und der eigenen Taschenlampe entdeckt. Auf meinen Fotos sind u.a. Detailaufnahmen von Sinterröhrchen, Fließfacetten, Perlsinter, Excentriques, Sinterfahnen, Stalagmiten, Sägezahnsinter, kleinen Sinterbecken, versteinerten Muscheln und einem Belemnit zu sehen. Beim sehr genauen Absuchen und Betrachten der Höhlenwände und -Decke ist mir aber leider auch bewusst geworden wie sehr die (immer noch sehr schöne und sehenswerte) Binghöhle unter dem Schauhöhlenbetrieb seit dem Jahr 1906 gelitten hat. Viele für den Besucher erreichbare kleinere Tropfsteine weisen Bruchstellen auf. Erstaunt war ich dass auf einigen meiner Fotos menschliche Haare in den kleinen Wasserbecken und an Tropfsteinformationen zu sehen waren. Diese habe ich jedoch im Zuge der Bildbearbeitung entfernt. Dies sind Details die einem nur auffallen wenn man im Makrobereich fotografiert.  




Samstag, 26. November 2022

Die Quellgrotte im Muggendorfer Gebürg

Mitte September habe ich eine kleine Quellgrotte im Muggendorfer Gebürg besucht. In der 45 Meter langen Höhle im gebankten Kalk befinden sich zwei temporäre Quellen, die aber nur bei sehr hoher Schüttung episodisch aktiv sind. Die Höhle besteht im wesentlichen aus nur einem Gang mit einer Halle. Mehrere Schlufe sind vorhanden, aber nur ein Stück weit bekriechbar. Der längste misst gute 10 Meter und befindet sich im Nordwesten des Hohlraumes. An der ein oder anderen Stelle sind Versinterungen zu sehen. Reichhaltigen aktiven Tropfsteinschmuck gibt es hier aber nicht. Da die Höhle schnell befahren ist habe ich noch einige Aufnahme der Fauna gemacht. Neben den häufig anzutreffenden Höhlenlangbeinen, Höhlenspannern und großen Höhlenspinnen konnte ich dieses Mal auch eine Zackeneule und eine Höhlenassel detailliert ablichten. Auch eine seltene Fledermausart ("Graf Schluf") habe ich vor die Linse bekommen. ;) Ein Höhepunkt aber waren die zahlreichen Feuersalamander die ich im näheren Umfeld der Quellgrotte vorgefunden habe. Ganze elf Exemplare waren bedingt durch das regnerische Wetter an den nahen Bachläufen und im Wald zu sehen.