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Sonntag, 14. April 2024

Zweitbesuch in der Feengrotte

Die Feengrotte hatte ich in meiner ersten Höhlensaison im Jahr 2022 besucht. Nun wollte ich zurückkehren um neue (und hoffentlich noch bessere) Fotos zu machen. Die anstrengende Sucherei nach dem Hohlraum konnte ich mir dieses Mal zum Glück ersparen. Die erste Halle mit einer beachtlichen Höhe von bestimmt 10 Metern in Form eines umgekehrten Trichters zeigte sich eher schlicht. In einem Bereich finden oder fanden dem massiven Aushub nach größere Grabungsarbeiten statt. Ihre wahre Pracht entfaltet die Höhle im zweiten Raum. Neben Wasserbecken dominieren auf der einen Seite zwei größere Tropfsteine, während die gegenüber liegende Wand ein einziger großer Sinterfall zu sein scheint, der an einer Seite noch etwa drei weitere Meter nach oben führt. Man kann hier unterschiedliche Sinterformen und Tropfsteine beobachten. Seit meinem letzten Besuch scheint sich erfreulicherweise nichts verändert zu haben. Damit dies so bleibt und ich die Höhle gerne schützen möchte gibt es hier weder Orts-  noch Namensangabe. "Feengrotte" ist also ein Pseudonym für diese von der Natur reich mit Sinterschmuck versehene kleine Höhle in Franken, die zum Glück nicht beschildert ist und abseits von Wanderwegen liegt.
 

Samstag, 12. November 2022

Im Rußloch

Das Rußloch (Name geändert) ist der Traum jedes lauffaulen Speläologen. Fast direkt an der Straße gelegen mit guten Parkmöglichkeiten. Kein langes Suchen des Eingangs in unwegsamen Gelände in Schlaz und mit Ausrüstung. Ein Traum. Etwa 66 Meter ist die Höhle lang und fällt stetig leicht nach unten ab. Sie hat zwei versinterte Räume und einen Nebengang der durch Verbruch entstand. Viel früher haben es sich hier einmal Höhlenhyänen und -Bären gemütlich gemacht. Neben deren Knochen fand man auch menschliche, sowie Scherben aus der Späthallstatt- und Frühlaténezeit. Im 19. Jahrhundert wurde die Höhle dann als Keller genutzt. Der Boden im Inneren ist mit Höhlenlehm bedeckt und bietet durchaus die ein oder andere Möglichkeit sich zumindest etwas schmutzig zu machen. Die Wände sind an vielen Stellen Pechschwarz weil die Leute hier früher mit Fackeln reingerumpelt sind. Obwohl die Höhle aber sehr exponiert gelegen ist weist sie erstaunlicherweise trotzdem schöne Versinterungen und wenig offensichtliche Beschädigungen auf. Von einer großflächig beschmierten Wand einmal abgesehen. Man steht davor und fragt sich nur "Warum?"