Donnerstag, 28. April 2022

Das Geisloch bei Münzinghof

Dem Geisloch bei Münzinghof im Nürnberger Land sieht man direkt an dass es sich hier (ab 1906) einmal um eine Schauhöhle gehandelt hat. Zum einen an den teils stark verrußten kohlrabenschwarzen Wänden, zum anderen durch das Hallen- und Gängesystem der Höhle. Es bietet sich zum Schauhöhlenbetrieb einfach an, denn um im Geisloch schöne Versinterungen zu sehen muß man nicht in enge Löcher kriechen. Insgesamt gibt es vier große Höhlenräume. Durch den Vorraum geht es geradeaus in die sogenannte "Küche". Hier gibt es u.a. einen kleinen Höhlensee und viele kleine Sinterbecken um einen Stalagmiten herum zu sehen. Die nächste Halle ist durch den zweiten Höhlensee geprägt. Von hier aus führen Gänge in die "Dolinenstube", und den "Himmel" mit einem großen Sinterfall aus weißem Sinter. Der mittlere Gang führt in den hinteresten Höhlenbereich, die sogenannte "Lehmkammer". Sie trägt ihren Namen wirklich zu Recht wie man spätestens nach dem Verlassen der Höhle an Kleidung und Schuhen bemerken wird. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde hier Höhlenlehm zur Gewinnung von Heilerde abgebaut. Leider wurde hier viel  Wandsinter von Besuchern mit Lehm beworfen und beschmiert. Davon (und der ein oder anderen Schmiererei) abgesehen fand ich aber trotz des hohen Bekanntheitsgrades erstaunlicherweise wenig Zerstörung vor.  Das Geisloch ist durchaus einen Besuch wert. In den viereinhalb Stunden die ich darin verbracht habe sind folgende Aufnahmen entstanden. Ein paar mehr Informationen zu dem Hohlraum sind bei Bedarf auf Wikipedia zu finden.