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Mittwoch, 16. Februar 2022

Der Rieslochfall bei Bodenmais

Der Rieslochfall nördlich von Bodenmais ist der höchste Wasserfall im Bayerischen Wald. Besonders zur Schneeschmelze oder bei starken Regenfällen rauschen hier die Wassermassen über mächtige Steinblöcke ins Tal hinab. Die Schlucht hat eine Gesamtlänge von 1,6 Kilometern, und überbrückt eine Höhe von 260 Metern. Der Hauptwasserfall selbst hat eine Höhe von 15 Metern. Das Riesloch kann bequem von einem Parkplatz im Wald nördlich von Bodenmais erwandert werden. Der Weg führt durch einen Bergmischwald. Außer Buche, Fichte und Tanne wächst hier auch der Bergahorn. Das knapp 33 Hektar große Gebiet wurde bereits im Jahr 1939 zum Naturschutzgebiet erklärt.
 

Dienstag, 15. Februar 2022

Im Besucherbergwerk Silberberg

Das Bergwerk im 955 Meter hohen Silberberg über der Ortschaft Bodenmais wurde bereits 1463 erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur Schließung des Bergwerks am 27. Mai 1962 wurden hier Kieserze abgebaut. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts vor allem Silbererz, später immer mehr Vitriol. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Produktion auf Polierrot geändert. Das Stollensystem hat eine Gesamtlänge von etwa 20 Kilometern. Seit 1969 finden in einem 600 Meter langen Teilstück, dem Barbarastollen, Führungen statt. Seit 1998 wird in dem Stollen wegen der hervorragend guten Luft auch eine Stollentherapie angeboten, in der chronische Atemwegserkrankungen behandelt werden. Auch Fledermäuse wissen das Bergwerk zu schätzen. Etwa 14 verschiedene Fledermausarten haben zu tausenden (!) ihr Winterquartier in den weitläufigen Stollen. Der Silberberg und das historische Bergwerk wurden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als besonders wertvolles Geotop ausgewiesen. Führungen im Berg finden aktuell Mo/Mi/Fr zwischen 12.00 und 14.00 Uhr statt. Die Führung ist kurzweilig und sehr interessant. Ein Höhepunkt ist die Vorführung von Maschinen im Berg. Die Führung dauert etwa 45 Minuten, und ist für Jung und Alt gleichsam empfehlenswert. Die Wege im Inneren sind gut passierbar. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Seite des Besucherbergwerks zu finden (Fotoaufnahmen während der Führung sind übrigens nicht gestattet. Meine Bilder entstanden nach Nachfrage vor Ort mit freundlicher Genehmigung des Bergführers).
 

Der König des Bayerischen Waldes

An den ersten beiden Tagen meines Urlaubs in Bodenmais war der Gipfel des Großen Arbers vom Tal aus nicht zu erkennen. Als ich am Vortag auf dem Gipfel stand war selbst dort nichts zu erkennen (Fotos davon hier). Am heutigen Tage jedoch machte der König des Bayerischen Waldes seinem Namen alle Ehre. Bei herrlichem Wetter und klarer Sicht strahlte der Berg seine wahre Dominanz aus. Oben angekommen waren die vier Gipfel anders als am Vortag nun deutlich zu sehen. Auch die halb eingeschneite Arberkapelle war nun leicht zu finden. Es war einfach herrlich hier oben, und ein leichtes gute Aufnahmen zu machen. Es hatte sich definitiv gelohnt dem Arber noch einen zweiten Besuch abzustatten, und ihn so ganz anders als am Vortag zu erleben. Ich möchte gerne einmal im Sommer wiederkommen.