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Montag, 5. Oktober 2020

Zurück an der Schleuse 94

Im März 2017 habe ich die Schleuse 94 erstmals besucht. Damals wurde das Industriedenkmal gerade durch den Förderverein Schleuse 94 renoviert, und vier Monate nach meinem Besuch feierlich eingeweiht. Die Schleuse ist eines der wenigen noch erhaltenen Zeugnisse des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals, und befindet sich an der Staatsstraße zwischen Forchheim und Neuses. Das dazu gehörige Schleusenwärterhaus wurde 1983 leider abgebrochen. Heute befindet sich dort eine Rekonstruktion mit zahlreichen Hinweistafeln. An einer anderen Stelle des Kanals habe ich aber ein solches Häuschen aufgesucht. Die Bilder dazu sind hier zu sehen. Meine Aufnahmen der alten Schleuse von damals sind hier zu finden. Umfangreiche Informationen zur Schleuse und dem alten Kanal gibt es auf der Seite des Fördervereins und der Seite des Ludwig-Donau-Main-Kanals zu sehen. Hier nun meine neuen Bilder - diesmal in schwarzweiß gehalten.
 

Sonntag, 16. Februar 2020

Das alte Schleusenwärterhaus

Als der alte Ludwigskanal in den Jahren 1836 - 1846 zwischen Kelheim und Bamberg errichtet wurde, waren insgesamt 100 Schleusen nötig, damit die Schiffe den Höhenunterschied überwinden konnten. An der 172 Kilometer langen Strecke wurden insgesamt 69 Schleusenwärterhäuser errichtet. Die Schleusenwärter mit Ihren Gehilfen waren für den Schleusenvorgang sowie für die Instandhaltung des jeweiligen Kanalabschnitts zuständig. In den Häusern lebten die Schleusenwärter mit ihren Familien. Die zum Haus gehörenden Grundstücke wurden zum Obst- und Gemüseanbau und zur Haltung von Kleinvieh genutzt. Die Gebäude wurden sehr massiv und nach gleichem Muster errichtet, und wurden zumeist bis Ende 1840 fertiggestellt.  Heute sind noch einige dieser Schleusenhäuser erhalten, welche recht unterschiedlich genutzt werden. Alle stehen aber wie auch der gesamte Ludwigskanal an sich unter Denkmalschutz...

Samstag, 28. Januar 2017

Eiswelten - Der zugefrorene Main-Donau-Kanal

Am vergangenen Wochenende kam mir die Idee den nahegelegenen Europakanal aufzusuchen. Große Containerschiffe die sich durch den stark vereisten Kanal schieben würden bei dem sehr kalten aber sonnigen Wetter sicherlich ein tolles Fotomotiv abgeben. Außer dem Eisbrecher Angermünde, welcher vor der Schleuse Erlangen vor Anker lag bekam ich jedoch keine Schiffe zu sehen. Wie ich im nachhinein durch die örtliche Presse erfuhr lag es daran dass die Schifffahrt auf der gesamten Länge des Main-Donau-Kanal komplett eingestellt worden ist. Selbst tagelange Einsätze von Eisbrechern hatten es nicht mehr geschafft eine Fahrrinne freizuhalten. Stellenweise sei das Eis bis zu 17cm dick gewesen. Die meisten Binnenschiffe haben also Dauerliegeplätze angelaufen, und ein bereits im Eis eingeschlossenes Schiff ist von einem Eisbrecher in den nächsten Hafen geschleppt worden. Ich habe einige Tage darauf nochmal einen Ausflug an den Kanal gemacht, und mich dabei auf das Fotografieren von Eisschollen konzentriert. Bei uns ein eher seltenes Naturschauspiel. Es war allein schon faszinierend wie man das Eis ständig laut knistern und knacken hören konnte. Die Bilder im zweiten Teil zeigen die Schleuse Hausen (die ersten sechs Bilder). Die letzten drei Bilder sind bei der Schleuse in Erlangen entstanden. Wer sich für das Thema "Schleusen" interessiert, dem sei im Übrigen die Schleuse in Hausen empfohlen. Dort kann man - anders als in Erlangen - direkt beim Schleusenvorgang zusehen. Weitere Infos finden sich auf der Seite des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nürnberg.