Im April habe ich 12 Tage Urlaub auf Teneriffa verbracht. Es war mein zweiter Aufenthalt auf der Kanareninsel. Beim ersten Mal im Jahr 2019 hatte ich mein Hotel im kargen Süden der Insel. Die Fotos von damals gibt es hier zu sehen. Dieses Mal hatte ich Puerto Cruz im Westen gewählt, da ich einige Ausflüge in den grünen Norden machen wollte, den ich bislang noch nicht gesehen habe. Besonders schön waren aber wieder die Ausflüge in den Teide Nationalpark. Diesmal konnte ich auch die Spitze des höchsten Bergs Spaniens erklimmen. Einfach fantastisch. Neu für mich war das Anagagebirge. Kaum zu glauben wie vielfältig die Flora der Insel ist. Auch ein paar Städte habe ich mir angesehen und drei verlassene Orte aufgesucht. Über die Vorschaubilder unten gelangt man direkt zum entsprechenden Thema.
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Freitag, 19. Mai 2023
Urlaub auf Teneriffa 2023
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Besuch bei der "Casa Hamilton"
Einer der bekanntesten verlassenen Orte auf Teneriffa dürfte die "Casa Hamilton" sein. Hierbei handelt es sich um eine Industrieruine aus dem Jahr 1903. Die britische Firma Hilton & Company errichtete an einer steilen Felsklippe bei Los Realejos eine dampfgetriebene Wasserpumpe um mit aus hier enspringenden Quellen die angrenzenden Bananenfelder bewässern zu können. Das Süßwasser wurde 200 Meter nach oben gepumpt, die Anlage welche eigenlich „El Elevador de Aguas de Gordejuela“ heißt nur wenige Jahre genutzt. Der Bau war sehr kostspielig und schon bald nicht mehr wirtschaftlich. Im unteren Teil der Casa Hamilton war die Wasserpumpenanlage untergebracht. Die oberen beiden Stockwerke waren bewohnt. Die Treppe die in Serpentinen nach oben führt war mit einem weiteren (heute ruinösen) Gebäude verbunden in dem sich die Dampfmaschine befand. Hier stand auch ein 43 Meter hoher Kamin, welcher heute nicht mehr exisitiert. Auch das nahezu baugleiche Gebäude etwas oberhalb der Ruine gehörte zu dem Komplex. Es ist heute renoviert, aber ebenso wie die Treppen nach unten zur Pumpenanlage nicht begehbar. Aber auch der Ausblick von oben auf die Steilklippen ist sehr beeindruckend.
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El Bunker de Santa Úrsula
Dieser Bunker wurde im Jahr 1942 an einer Steilküste nördlich von Puerto de la Cruz erbaut und diente zur Beobachtung der Küstenlinie. Auf der Insel gibt es weitere Verteidigungs- und Beobachtungsanlagen, z.B. bei San Andres, Santa Cruz und in der Nähe des Flughafens Süd. Der Bunker ist über zwei Treppenabgänge zugänglich und verfügt über zwei Stockwerke. Die Aussicht ist wirklich hervorragend. Der Zustand des Bauwerkes ist eher beklagenswert. Bereits in den google Bewertungen las ich von viel Schmierereien, Müll und Uringeruch im Inneren. Vier Tage vor meinem Besuch hat ein "local guide" jedoch eine Rezension verfasst in der er schrieb dass er mit anderen zusammen Müll eingesammelt und begonnen hat zu restaurieren da sich die Gemeinde weigern würde dies zu tun. Tatsächlich wirkte der Bunker recht aufgeräumt, Teile im Inneren waren frisch mit weißer Farbe gestrichen worden. Der Zugang zum Bunker ist offiziell verboten, aber dennoch leicht möglich. Wer sich die Anlage ansehen möchte sollte jedoch unbedingt auf dem Trampelpfad bleiben. Direkt unterhalb geht es die Steilküste etwa 160 Meter in die Tiefe. In diesem Drohnenvideo auf Youtube bekommt man einen guten Eindruck der Anlage.
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