Samstag, 26. November 2022

Die Quellgrotte im Muggendorfer Gebürg

Mitte September habe ich eine kleine Quellgrotte im Muggendorfer Gebürg besucht. In der 45 Meter langen Höhle im gebankten Kalk befinden sich zwei temporäre Quellen, die aber nur bei sehr hoher Schüttung episodisch aktiv sind. Die Höhle besteht im wesentlichen aus nur einem Gang mit einer Halle. Mehrere Schlufe sind vorhanden, aber nur ein Stück weit bekriechbar. Der längste misst gute 10 Meter und befindet sich im Nordwesten des Hohlraumes. An der ein oder anderen Stelle sind Versinterungen zu sehen. Reichhaltigen aktiven Tropfsteinschmuck gibt es hier aber nicht. Da die Höhle schnell befahren ist habe ich noch einige Aufnahme der Fauna gemacht. Neben den häufig anzutreffenden Höhlenlangbeinen, Höhlenspannern und großen Höhlenspinnen konnte ich dieses Mal auch eine Zackeneule und eine Höhlenassel detailliert ablichten. Auch eine seltene Fledermausart ("Graf Schluf") habe ich vor die Linse bekommen. ;) Ein Höhepunkt aber waren die zahlreichen Feuersalamander die ich im näheren Umfeld der Quellgrotte vorgefunden habe. Ganze elf Exemplare waren bedingt durch das regnerische Wetter an den nahen Bachläufen und im Wald zu sehen.




Samstag, 12. November 2022

Im Rußloch

Das Rußloch (Name geändert) ist der Traum jedes lauffaulen Speläologen. Fast direkt an der Straße gelegen mit guten Parkmöglichkeiten. Kein langes Suchen des Eingangs in unwegsamen Gelände in Schlaz und mit Ausrüstung. Ein Traum. Etwa 66 Meter ist die Höhle lang und fällt stetig leicht nach unten ab. Sie hat zwei versinterte Räume und einen Nebengang der durch Verbruch entstand. Viel früher haben es sich hier einmal Höhlenhyänen und -Bären gemütlich gemacht. Neben deren Knochen fand man auch menschliche, sowie Scherben aus der Späthallstatt- und Frühlaténezeit. Im 19. Jahrhundert wurde die Höhle dann als Keller genutzt. Der Boden im Inneren ist mit Höhlenlehm bedeckt und bietet durchaus die ein oder andere Möglichkeit sich zumindest etwas schmutzig zu machen. Die Wände sind an vielen Stellen Pechschwarz weil die Leute hier früher mit Fackeln reingerumpelt sind. Obwohl die Höhle aber sehr exponiert gelegen ist weist sie erstaunlicherweise trotzdem schöne Versinterungen und wenig offensichtliche Beschädigungen auf. Von einer großflächig beschmierten Wand einmal abgesehen. Man steht davor und fragt sich nur "Warum?"