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Montag, 21. Dezember 2020

Jüdischer Friedhof Mühlhausen

Der jüdische Friedhof in Mühlhausen wurde im Jahr 1738 errichtet, und befindet sich auf einem Hügel außerhalb der Ortschaft. Zuvor wurden die Verstorbenen auf dem jüdischen Friedhof in Zeckern beigesetzt (Fotos von mir vom Friedhof in Zeckern sind hier zu finden). Heute befinden sich auf dem rund 8.000m² großen Gottesacker noch etwa 370 Grabsteine. Einige der Gräber sind mit schmiedeeisernen Umfassungen umgeben, was ich so bislang auf jüdischen Friedhöfen noch nicht gesehen habe. Nicht auf meinen Bildern zu sehen ist das Taharahaus, welches sich rechts neben dem Eingang befindet. Es wurde um 1900 erbaut. In einem der drei Räume befindet sich ein alter Steintisch, auf welchem die Toten gewaschen wurden. Weitere Informationen und Bilder zu diesem Judenfriedhof sind auf der Seite alemannia-judaica zu finden. Bilder von weiteren jüdischen Friedhöfen in Franken gibt es in diesem Bereich meiner Seite.     

Freitag, 21. Dezember 2018

Der Jüdische Friedhof in Lisberg

Den jüdischen Friedhof in Lisberg habe ich bereits im Oktober vergangenen Jahres besucht. Er liegt außerhalb des Ortes auf einer Anhöhe, und ist ringsum von Äckern umgeben. Außerhalb der in den 1980er Jahren neu angelegten Steinmauer entlang wachsen hohe Laubbäume. Der Friedhof wirkt so (besonders von oben betrachtet) wie eine Art "Insel" in den Äckern. Angelegt wurde der Friedhof spätestens im Jahr 1739. Zuvor bestattete die jüdische Gemeinde Lisberg Ihre Toten noch auf dem jüdischen Friedhof Walsdorf. Der Friedhof hat eine Fläche von ca. 2.100 m². Etwa 120 Grabsteine sind noch erhalten. Die letzte Beisetzung fand 1936 statt. Eine Besonderheit ist der erhaltene Waschstein, welcher sich in dem in den 1970er Jahren bis auf die Grundmauern abgebrochenen Taharahaus erhalten hat...



Mittwoch, 19. Dezember 2018

Der Judensäcker in Diespeck

Den auch als Judensäcker bekannten israelitischen Friedhof in Diespeck (Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim) habe ich bereits im Oktober 2017 besucht, aber erst die Tage bearbeitet, und hochgeladen. Der von einer Sandsteinmauer umgebene Friedhof liegt ein ganzes Stück außerhalb der Ortschaft. Die Mauer wurde im Jahr 1786 errichtet. Ebenso wie das Taharahaus, welches sich in der Nordwestecke des ca. 2.100m² großen Grundstückes befindet. Das erste Grab wurde 1787 ausgehoben. Bis 1938 wurden auf dem kleinen Friedhof mehr als 400 Menschen bestattet. Heute sind (trotz Schändungen in den Jahren 1938 und 2007) noch etwa 250 Grabsteine erhalten. Eine Besonderheit des Friedhofs ist zudem ein Mahnmal für die 11 gefallenen jüdischen Soldaten des Ersten Weltkrieges. Der Friedhof kann bei Interesse besichtigt werden. Der Schlüssel ist im Rathaus in Diespeck erhältlich. Bitte beachten Sie dass Männer die einen jüdischen Friedhof betreten eine Kopfbedeckung tragen sollen, und ein Besuch am Sabbat (Samstag) nicht möglich ist. Weiterführende Informationen zu diesem Friedhof finden Sie z.B. bei Wikipedia, und (sehr viel ausführlicher) auch auf der Internetseite von Ralf Arndt. Bei der Gemeinde Diespeck ist zudem die Broschüre "Der Judensäcker in Diespeck" (2003) von Ilse Vogel zu einem Unkostenbeitrag von 2,- Euro erhältlich...