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Sonntag, 19. April 2026

Die Höhle im gespaltenen Fels

Meine erste Höhle in dieser Saison habe ich Mitte April befahren. Sie befindet sich in einem Felsmassiv welches für eine Bahntrasse geteilt wurde. Hierbei wurde der Hohlraum vermutlich auch angebohrt. Es gibt zwei Höhlenteile. Für mich ging es in den größeren Bereich, der mit knapp 180 Metern Gesamtlänge größer war als ich anfangs dachte. Bereits in der ersten größeren Halle gab es eine ganz ansehnliche Decke und einige schöne Versinterungen zu sehen. Durch einen schmalen Gang ging es weiter nach hinten wo es deutlich schlammiger wurde. Eine Zwischenkammer wies reichlich Sinter an allen Wänden auf. Eine Steilstufe führte in einen weiteren Raum, der ebenfalls schöne Bereiche aufwies. Allerdings auch zahlreiche Beschädigungen. Auf diesen eher trockenen Raum der auch einige größere Felsbrocken (und eine Lehmfigur) aufwies folgte eine langgezogene weitere Kammer. Hierfür ging es noch zweimal nach unten. Spätestens hier hatte mein Schlaz nun überwiegend die Umgebungsfarbe angenommen, denn auch hier war die dominierende Farbe wieder Matschbraun. Einigermaßen vernünftige Fotos mit Kamera und Stativ zu machen ohne die Kameraausrüstung dabei völlig zu versauen war eine kleine Herausforderungen. Da ich nach den 3,5 Stunden die ich hier verbracht habe am Ende doch ziemlich eingesaut war habe ich am Ende darauf verzichtet mir auch noch den zweiten Teil der Höhle im Steilhang anzusehen.  



Samstag, 15. Oktober 2022

Die Schornsteinfegerhöhle

Die Schornsteinfegerhöhle wurde bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt. Sie hat eine Gesamtlänge von 115 Metern und besteht aus einem Spalten- und Kluftsystem mit mehreren Haupt- und Nebengängen im Frankendolomit. Bei Grabungen wurden Knochen von Höhlenbären, Wölfen und auch menschliche Skelette gefunden. Reste von Gefäßstücken, Schmuck und anderen Gegenstände  aus Merowinger-, Laténe-, und Hallstattperiode bis zurück zur Bronzezeit weisen auf eine lange Besiedlungszeit durch den Menschen hin. Durch den Ruß von Fackeln sind heute viele Wände schwarz. Obwohl auch diese Höhle über die Jahre einen Großteil ihrer einstigen Tropfsteinpracht eingebüßt hat gibt es noch viele schöne Stellen. Neben mehreren Sinterbecken und -Fällen gibt es einige Tropfsteinsäulen und hunderte nachwachsende kleine weiße Stalaktiten. Ich habe ganze vier Stunden hier verbracht und fast 80 Fotos gemacht. Da es sich meiner Meinung nach um ein besonders schützenswertes Kleinod handelt, welches noch nicht vom Höhlentourismus überrannt wurde möchte ich den richtigen Namen des Hohlraums sowie die Lage nicht preisgeben.