Freitag, 5. August 2022

Das verlassene Bauernhaus 1830

Ich nehme es gleich vorweg: Nein, das Gewehr auf dem Bett ist nicht echt. Ich war ehrlich gesagt auch durchaus erleichtert dass es sich um ein Spielzeug handelt. Ich fand es aber tatsächlich so vor wie ich es auch abgelichtet habe. In dem alten Bauernhaus fand ich noch zahlreiche weitere teils sehr persönliche Gegenstände aus längst vergangenen Zeiten vor. Wann die letzten Bewohner hier lebten ist mir nicht bekannt. Ein Kalender deutet auf das Jahr 1988 hin. Der Wildwuchs um das Gebäude herum, die Risse in Decken und Wänden, morsche Balken auf dem Dachboden sowie viel Staub und Spinnenweben machen deutlich dass hier lange Zeit niemand mehr war. Errichtet wurde das Haus aus groben Natursteinen und Ziegeln mit Fachwerk vermutlich Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts. Ich bin dankbar dass ich hier keinen Vandalismus vorfand, habe meine Fotos mit gebührendem Respekt vor den ehemaligen Bewohnern gemacht und diese Zeitkapsel dann wieder so verlassen wie ich sie vorgefunden habe.

Donnerstag, 4. August 2022

Besuch im Wildpark Mehlmeisel

Während meines Kurzurlaubs im Fichtelgebirge habe ich auch dem Wildpark Waldhaus Mehlmeisel einen Besuch abgestattet. Der Wildpark befindet sich am Hang des Klausenbergs südwestlich von Mehlmeisel. Von einem Hochpfad der durch einen Teil des bewaldeten Geländes führt sind die Gehege von Luchs, Wildschweinen und Rehen gut einsehbar. Außerdem gibt es einen Streichelzoo und kleinere Gehege mit Tieren wie Dachs, Mardern, Auerhühnern und Schneehasen. Bei einem Besuch empfehle ich unbedingt an einer der regulären Führungen mit Fütterung teilzunehmen. Hierbei erfährt man viel interessantes über die einzelnen Tiere und bekommt auch wirklich alle zu sehen. Wann die Führungen stattfinden sowie alle weiteren Informationen zum Wildpark sind auf der offiziellen Seite nachzulesen. Gleich in der Nähe des befindet sich übrigens auch der 46 Meter hohe Klausenturm, der außerhalb der Wintermonate bestiegen werden kann. Auch der Weg dorthin ist interessant gestaltet, denn links und rechts des Weges gibt es ebenfalls Tiere zu sehen (siehe letztes Foto).

Mittwoch, 3. August 2022

Wanderung zum Hohen Stein

Einer der spektakulärsten Felsen im Fichtelgebirge mit einer wunderschönen Rundumsicht ist wohl der Hohe Stein westlich von Kirchenlamitz. Auf einer Höhe von 817 m ü. NHN befindet sich dieser massive Granitfelsen in Wollsackverwitterung. Er hat eine Höhe von 25 Metern. Zwei Leitern führen nach oben. Möchte man komplett hinauf muß man das letze Stück klettern. Festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten hier unbedingt mitgebracht werden. Der Kletterfelsen ist komplett ungesichert, d.h. es gibt hier oben kein Geländer oder ähnliches. Bei einem Stolperer in die falsche Richtung war es das dann. Wie hoch der Fels wirklich ist und wie steil die Leitern nach oben führen wird besonders am vorletzten Bild deutlich. Es stammt übrigens als einzige Aufnahme nicht von mir sondern vom user "abrape" bei Wikipedia, welcher die Aufnahme gemeinfrei zur Verfügung stellt. Ich zeige es hier weil die Dimension des Felsen hier erst richtig zur Geltung kommt. Das Bild ist 11 Jahre alt, die Bewaldung heute dichter. Ich habe den Ausblick vom Gipfel (u.a. hinüber zur Ruine Epprechtstein) wirklich genossen. Außer mir war trotz herrlichem Wetter und Wochenende kein Mensch hier. Der Ausgangspukt meiner Wanderung war an der Staatsstraße 2176 zwischen Kirchenlamitz und Weißdorf.  Wer es ausgedehnter mag kann auch vom Wanderparkplatz Epprechtstein starten und über den Steinbruchrundwanderweg und die Burgruine verlängern.