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Freitag, 19. Mai 2023

Führung im Jungferla Keller Baiersdorf

In einem Waldstück westlich von Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt befindet sich der Jungferla-Keller. Dieser Bierkeller wurde Anfang des 18. Jahrhunderts in den Sandstein getrieben. Die Geschichte des Kellers (der seltsamerweise nicht als Bau- oder Bodendenkmal eingetragen ist) ist durchaus interessant. Hier entspringt nämlich auch eine Quelle, die bereits in historischen Karten des 18. Jahrhunderts verzeichnet ist. Durch eine 1,5 Kilometer lange hölzerne Wasserleitung wurde ein Brunnen am Marktplatz in Baiersdorf mit Wasser der Quelle gespeist. Zwei Teilstücke dieser im Jahr 1723 aufwändig erbauten Holzwasserleitung sind im Inneren des Kellers zu sehen. Der Keller selbst verfügt über mehrere Verzweigungen. An den Wänden sind die Spuren der Bearbeitung durch Spitzhacken sehr gut zu sehen. Weitere Informationen zur Geschichte sind auf der Internetseite der Stadt Baiersdorf zu lesen. Seit 2008 findet jährlich an Christi Himmelfahrt das "Kellerfest am Jungferla" statt, welches der Heimatverein Baiersdorf ausrichtet. An diesem Tag ist auch eine Besichtigung des sonst verschlossenen Kellers möglich.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Graffiti & streetart - Teil III

Im dritten Teil meiner Reihe zum Thema Graffiti geht es diesmal nach Baiersdorf. Genauer gesagt zur Unterführung des Bahnhofs. Im Jahr 2017 wurde der östliche Bereich der Unterführung von 16 professionellen Graffitikünstlern verschönert. Die einst tristen Betonrampen wurden mit bunten Kunstwerken im XXL-Format versehen. Beteiligt waren bei den sogenannten "Track Art Days" die Nürnberger Haks1, Cris, Julian Vogel, Aloe, Kid crow und Town. Außerdem Fokus aus Fürth. Won, Vince und Fanta aus München. Slider aus Dresden, Bond aus Leipzig, Omsk aus Chemniz. Jeroo aus Stuttgart, und Nasca, Dejoe & Ryna aus der Hauptstadt Berlin.  Infos gibt es auf der facebook Seite Track Art Days  zum nachlesen. Auch nordbayern.de hat damals über die Veranstaltung berichtet. Großartige Arbeiten. Ein Besuch lohnt!

Donnerstag, 30. April 2020

Der jüdische Friedhof Baiersdorf

Nachdem ich erst vor Kurzem den jüdischen Friedhof in Zeckern besucht habe, wollte ich mir auch den Guten Ort in Baiersdorf nochmal ansehen. Auch diesen Judenfriedhof hatte ich zuletzt im Jahr 2014 besucht (meine Aufnahmen von damals sind hier zu sehen). Der Friedhof ist nicht frei zugänglich, der Schlüssel kann aber unkompliziert beim Rathaus der Stadt Baiersdorf angefragt werden. Zusammen mit einem befreundeten Fotografen (die Fotos von Arne Marenda sind hier zu finden) konnte ich an einem schönen Frühlingstag einige gute Aufnahmen machen. Der Judenfriedhof in Baiersdorf weist einige Besonderheiten auf. So wurde er z.B. bereits Ende des 14. Jahrhunderts angelegt, und befindet sich mitten in der Ortschaft. Anders als üblich sind die Steine nach Westen statt nach Osten gerichtet. Herausragend ist die Reichhaltigkeit der Symbolik und Verzierungen auf den Grabsteinen. Die Qualität der Steinmetzarbeiten ist wirklich bewundernswert. Das Fotografieren gestaltete sich für mich jedoch schwierig. An den von einer massiven Sandsteinmauer umgebenen Friedhof grenzt zu allen Seiten moderne Bebauung, welche ich nicht auf meinen Bildern haben wollte. Ich mußte mir bei den Perspektiven also ein bisschen was einfallen lassen. Wer sich näher mit der Geschichte dieses jüdischen Friedhofs beschäftigen möchte findet auf der Seite alemannia judaica zahlreiche Informationen. Auch auf der Seite der Stadt Baiersdorf sind hier und hier einige Informationen zu finden...