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Samstag, 20. Oktober 2018

In einem Sandsteingewölbekeller

In ganz Franken gibt es eine Vielzahl an Felsenkellern, welche früher von den Brauereien in den Sandstein getrieben wurden um das Bier zu lagern. Der Keller den ich diese Woche aufgesucht habe wurde im Ursprung bereits zur Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt - Inschriften im Eingangsbereich weisen darauf hin. Insgesamt entstanden im Laufe der Zeit drei nebeneinander liegende Bierkeller. Im Dritten Reich wurden diese dann in mühevoller Arbeit miteinander verbunden, und noch erweitert. Mit einer Länge von etwa 90 x 40 Metern, und einer Nutzungsfläche von nunmehr etwa 1.200 m² diente der Keller der einheimischen Bevölkerung als Luftschutzraum. Außerdem mussten Fremdarbeiter ab 1944 hier Elektrotechnikteile für Kampfflugzeuge herstellen. Noch heute zeugen in einigen Bereichen Betonböden, verrostete Maschinenfragmente, und eingebrachte Mauern davon. In einem Raum ist die Inschrift eines polnischen Zwangsarbeiters von 1944 in den Sandstein geritzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die riesige Kelleranlage unterschiedliche Verwendungen. Heute ist das Gelände Privatgrund, und darf - wie in meinem Falle - nur mit Erlaubnis des Eigentümers betreten werden. Ich bitte jedoch um Verständnis dafür dass ich auch auf Nachfrage weder Angaben zur Lage des Objektes, noch zum Eigentümer des Grundstücks machen werde...






Wie riesig der Komplex aus Gängen tatsächlich ist lässt sich auf den Bildern nicht im entferntesten erkennen. Um die Anlage zu befahren, und zunächst einmal vorsichtig zu inspizieren (man weiß ja vorher nie was einen erwartet), und dann meine Fotoaufnahmen zu machen habe ich alleine schon über zwei Stunden dort verbracht. Ich habe dann beschlossen doch noch Filmaufnahmen zu machen. Der Betrachter bekommt so auch einen Eindruck von der Größe der Anlage und ein Gefühl für die beklemmende Enge und Stille dieser Örtlichkeit...




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